Tintoretto schuf im Auftrag des Herzogs Guglielmo Gonzaga die Folge von acht Gemälden für zwei heute
noch existierende Säle im Palazzo Ducale in Mantua. Die erste, 1579 vollendete Serie ist den vier
Mantuaner Markgrafen gewidmet, die zweite, im Mai 1580 fertig gestellte, den Herzögen Federico II.
und Francesco III.
Die Alte Pinakothek in München zeigte vor Jahren (2000) Röntgenbilder dieses soganannten "Gonzaga"-
Zyklus. Die Aufnahmen enthüllen auf spektakuläre Weise, dass der Künstler zahlreiche Partien seiner
acht Historiengemälde wieder übermalen musste....
https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/das-museum-als-arztpraxis-schlachtengetuemmel-unterm-roentgenblick-a-77063.html
•Hintergrund: Venedig befand sich in einem langanhaltenden Konflikt mit dem Herzogtum Mailand
unter Filippo Maria Visconti. Die Gonzaga von Mantua agierten in dieser Phase oft als Verbündete
Mailands.
•Der Konflikt: Nachdem sich Venedig mit Florenz, Genua und dem Papst gegen Mailand verbündet
hatte, kam es 1439 an der Etsch (Adige) bei Legnago zur Schlacht auf der Etsch.
•Bedeutung für die Gonzaga: Der Sieg wird in der Kunstgeschichte prominent gewürdigt. Er ist Teil des
berühmten Gonzaga-Zyklus (acht monumentale Gemälde von Tintoretto), der die glanzvollen Taten der
Familie darstellt. Ein Gemälde zeigt explizit, wie Ludovico die Venezianer auf der Etsch schlägt.
•Strategische Lage: Legnago war aufgrund seiner Brücke über die Etsch ein entscheidender
strategischer Punkt (Brückenkopf) für die Kontrolle der Region
Tintoretto –Gonzaga - info