Jacopo Robusti, gen. Tintoretto (“das Färberlein“), Venezianischer Maler; größter zeitgenössische
Konkurrent Tizians; Themen die die Randgruppen der Gesellschaft betrafen, malte Bilder, die
Sklaven (Sklavenwunder auch Wunder des heiligen Markus betitelt, 1547/48) darstellten oder
Kranke (Heilung der Pestkranken, 1548/49). Mit diesen großformatigen Bildern war er in Venedig
zum bedeutendsten Maler geworden. Manierismus. Ambivalenz in Tintorettos Frauenbild zwischen
Sinnlichkeit und Frömmigkeit. Sohn Domenice. Werke für Dogenplast (“Paradies” ist grösstes
Tafelbild der Welt); schafft das Altarblatt mit einer Darstellung des hl. Markus mit den hl.
Bartholomäus und Hieronymus in der Markuskathedrale von Korčula (Kroatien); im Auftrag des
Guglielmo Gonzaga den Gonzaga-Zyklus. Er besteht zum einen aus vier Gemälden über die vier
Markgrafen von Mantua, vier weitere Bilder über die beiden Herzöge Federico II. Gonzaga und
Francesco III. Gonzaga. Zyklus in Sala terrena in der Scuola Grande di San Rocco (Venedig) Decken-
und Wandgemälde 1581 beendet, gegen Leibrente; Geschichtsklitterung. Grab befindet sich in der
Madonna dell’Orto (Venedig) die 7 Werke von Tintoretto beherbergt
Jacopo Tintoretto (Le Tintoret)
1518 ‐1594 (76)
15861546/48