Landesmuseum Sarajevo
Das Landesmuseum Museum in Sarajevo beherbergt mehr als vier Millionen Objekte, nur etwa fünf Prozent des
Bestandes sind ausgestellt. Darunter die Sarajevoer Haggada, eine reichbebilderte Handschrift aus dem
14.Jahrhundert, die sephardische Juden nach der Vertreibung aus Spanien nach Bosnien brachten. Dieses Symbol
der kulturellen Vielfalt und Offenheit des gesamten Landes hat einen Schätzwert von bis zu 630 Millionen Euro.
Der Friedensvertrag von Dayton im Jahr 1995 hat das moderne Bosnien und Herzegowina in zwei substaatliche
Entitäten geteilt, die Serbische Republik und die bosnisch-kroatische Föderation, letztere ist wiederum in zehn
Kantone zergliedert. Kulturfragen wurden zunächst ausgeklammert. Da sich die politische Führung der drei
‚konstitutiven Völker‘ des Landes nicht über Rechtsfragen und Finanzierung zentraler Kultureinrichtungen einigen
können, war das Museum von Oktober 2012 bis September 2015 geschlossen. Zivilgesellschaft, Mitarbeiter,
Künstler, Prominente und ausländische Botschaften, u.a. Österreichs, bewirkten mit einer Kampagne die
Wiedereröffnung dieser, für das ganze Land wichtigen Kultureinrichtung. Die Finanzierung ist provisorisch bis 2018
sichergestellt und wird von verschiedenen Trägern übernommen.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161027_OTS0150/uebergabe-einer-replik-des-vogelwagens-aus-
glasinac-an-das-nationalmuseum-von-bosnien-herzegowina-in-sarajevo-bild
https://artsandculture.google.com/asset/vogelwagen/9wHzsYhVXKhn5Q?hl=de