Die Oskar Kokoschka zugeschriebene Arbeit zeigt eine expressive Landschaftsdarstellung des Matterhorns –beliebtes Motiv des Künstlers –die
durch sichere Pinselführung und einer außergewöhnlichen Stimmung, erzeugt durch die kontrapunktiernde Farbgebung, überzeugt. Zu der
genannten Zeit malte Kokoschka vorwiegend plein-air-Motive; einen Atelier in der Schweiz hatte er nicht. Nicht bei Erling/Feilchenfeldt. Das um
1947 entstandene Gemälde weist einen eindeutigen Bezug zu den andere zwei Matterhorn-Bilder des Künstlers auf: Matterhorn I und
Matterhorn II. Dabei ist die Ähnlichkeit zu Matterhorn I fast buchstäblich und unterscheidet sich vor allem in der Größe. So könnte das
vorliegende Ölgemälde als eine Vorlage zum Matterhorn I entstanden sein oder in der Motiv-Reihe als Matterhorn III eingeordnet werden. Es
liegt eine technische Analyse von Maltechnik und Materials von Dr. Erhard Jägers (Bornheim Labor f. naturwissenschaftliche Beratung, Pigment
und Materialanalysen) vor, die die Entstehungszeit um 1947 bestätigt. Weiter resultiert aus der technischen Analyse, dass keine Vorzeichnung
vorhanden ist und, dass die Farbe nass auf nass aufgetragen worden ist, sodass die endgültige Farbe auf der Leinwand gemischt wird. Das Bild
ist um ca. 60% größer als das Matterhorn I. Nicht bei Winkler/Erling.
https://www.lehnerkunstauktionen.at/de/auktion/36
Lot Nr: 36 –Matterhorn I
Oskar Kokoschka zugeschrieben
Schätzpreis: 20000 -30000,- Euro
Rufpreis: 10000,- Euro
Öl auf Leinwand;
94 x 129 cm; gerahmt
2023 Lehner Kunstauktionen Matterhorn II 1947 Fondation OK