Alexej von Jawlensky
1864-1941 (77)
Selbstportrait 1912
Russisch-deutscher Maler des Expressionismus, zählt zum Umfeld der von Wassily Kandinsky und Franz Marc initiierten
Redaktionsgemeinschaft Der Blaue Reiter. Seit 1934 Deutscher. War für einige Zeit (Murnau) wegweisender Lehrer für Kandinsky
und Gabriele Münter. Wurde von der reichen Baronin Werefkin (Malerin) gefördert. Als Deutschland 1914 seine Ausländer außer
Landes wies, emigrierten Jawlensky und Werefkin in die Schweiz (Saint Prex, Wollishofen, Ascona). 1921 zurück nach D; 1922
trennte sich Jawlensky von Werefkin und heiratete im Juli in Wiesbaden deren Dienstmädchen Helene. Ende der 1920er-Jahre
stellte er erste Symptome einer rheumatoiden Arthritis fest, immer wieder machten ihm Lähmungserscheinungen vor allem in
den Händen, später auch in den Beinen zu schaffen. Nach und nach entwickelte er eine Methode, trotz seiner teils massiven
körperlichen Einschränkungen weiterhin malen zu können. Mit einfachsten Mitteln, im kleinen Format mit langen, durchgehenden
Pinselstrichen auf Malpapier oder Karton gebracht, konnte er mit dieser Methode bis zur vollständigen Lähmung im Jahr 1938
noch Hunderte Arbeiten realisieren. Hatte ab 1933 NS-Ausstellungsverbot, war ab 1937 auf Rollstuhl angewiesen (letzte Bilder),
danach Bett mit vollständiger Lähmung. Jawlensky-Archiv in Locarno. Beliebt bei Fälschern.
Ein Kunstwerk ist eine Welt, nicht Nachahmung der Natur.
http://www.jawlensky.ch/index.php/bibliographie
https://www.lenbachhaus.de/digital/sammlung-online/person/jawlensky-alexejvon-8102