Deutsch-amerikanischer Maler, Grafiker und Karikaturist. Ab 1909 war er Mitglied der Berliner Secession. Mit seinen
Arbeiten am Bauhaus seit 1919 gehört er zu den bedeutendsten Künstlern der Klassischen Moderne.
Feininger kam erst mit 36 Jahren zur Malerei. Zuvor war er lange als kommerzieller Karikaturist für diverse deutsche,
französische und US-amerikanische Zeitungen und Zeitschriften tätig. Er unterzog seine Arbeiten einer harten
selbstkritischen Prüfung und entwickelte, ausgehend von seinen Karikaturen, zügig einen sehr markanten Malstil. In
seinen Bildern werden die Objekte abstrahiert und gestalterisch überhöht. Oft griff Feininger bei seinen Arbeiten
Bildmotive und Bildkompositionen eigener Karikaturen und Skizzen wieder auf. Briefwechsel mit A Kubin; Kubismus;
Einfluss von Kubin
Berühmt geworden sind beispielsweise seine Bilder von Kirchen und Dorfkernen des Weimarer Umlandes in
Thüringen, wohin er sich zwischen 1906 und 1937 immer wieder für Arbeits- und Studienaufenthalte begab. Die
Bilder sind meist nach den jeweiligen Ortschaften (Hopfgarten, Gelmeroda, Niedergrunstedt, Possendorf, Mellingen,
Vollersroda, Tiefurt, Taubach, Gaberndorf, Oberweimar, Zottelstedt u.a.) benannt und durchnummeriert.
Lyonel Charles Adrian Feininger
1871-1956 (85)