Tiroler Maler; Vater war Kirchenmaler in Osttirol; Lienz wurde vor allem durch seine
monumental-dekorativen Ölgemälde bekannt, die sich thematisch mit existenziellen
Situationen, mit Leid, Tod, Werden und Vergehen beschäftigten; beeinflusst von Franz
Defregger und Jean-François Millet. Erdige Farben. “Tiroler” Hodler genannt, wehrt sich
dagegen. Bricht "Hodlerstreit” vom Zaum (Artikel in Zeitung); nennt Klimts Werk eine
"Sexual- Kabbalistik“; Klobig und knorrig sind seine Gestalten, klotzig und kantig. Insgesamt
setzte Egger-Lienz das Thema „Totentanz“ zwischen 1906 und 1921 in fünfzehn Gemälden
um. Sechs davon als selbständige „Fassungen“, die sich farblich oder formal unterscheiden.
1910 wurde er vom Professorenkollegium der Wiener Akademie der bildenden Künste als
Professor vorgeschlagen. Die Berufung wurde jedoch vom Thronfolger Franz Ferdinand
verhindert.
Albin Egger-Lienz
1868 - 1926 (Alter 58)
1906 1920