hatte einen Auftrag der Modernen Galerie (Vorläuferin der Österreichischen Galerie), ein
Gemälde für die Ausstellung zum 60. Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josephs anzufertigen,
das den Tiroler Befreiungskampf 1809 zum Thema haben sollte. Insgesamt setzte Egger-Lienz
das Thema „Totentanz“ zwischen 1906 und 1921 in fünfzehn Gemälden um. Sechs davon als
selbständige „Fassungen, die sich farblich oder formal unterscheiden.
1910 wurde er vom Professorenkollegium der Wiener Akademie der bildenden Künste als
Professor vorgeschlagen. Die Berufung wurde jedoch vom Thronfolger Franz Ferdinand
verhindert. Gründe dafür sind in der Zugehörigkeit Eggers zu der von Franz Ferdinand
abgelehnten Secession zu suchen, wie auch in der Tatsache, dass Egger das Gemälde Der
Totentanz Anno Neun im Rahmen der Ausstellung zum 60. Regierungsjubiläum Kaiser Franz
Josephs ausgestellt hatte, ein Bild, das nicht patriotisch war und angesichts des
fortgeschrittenen Alters des Jubilars nicht als pietätvoll angesehen werden konnte. Von den
Nazis ideologisch vereinnahmten "Blut-und-Boden"-Maler. Egger-Lienz-Museum Schloss Bruck
https://wikivisually.com/lang-de/wiki/Albin_Egger-Lienz
Albin Egger-Lienz-info
Bekannt ist Egger-Lienz aber auch für seinen als Hodler-Streit in die
Kunstgeschichte eingegangenen Ärger über mangelnde Anerkennung in Österreich:
1912 war er in der Dresdner Ausstellung zur neuen monumentalen Malerei, von der
er sich so viel versprochen hatte, völlig untergegangen. Und so ließ er durch seinen
Ghostwriter Otto Kunz in der Wiener Sonn- und Montagszeitung Wutschäumendes
über den Bevorzugten Ferdinand Hodler lancieren: "Die letzte Hufbewegung
eines alten Gaules ist gehaltvoller an Formenwert als das Getue dieser affektierten
Dame".
https://derstandard.at/2000073231786/150-Geburtstag-von-Albin-Egger-Lienz-
Jubilaeum-ohne-Widerhall