Florenz 2019
Madonna für UFO-logen
Florenz
2019
So wie in Venedig war es auch in Florenz schwierig sich für eine Auswahl an Kunstwerken
zu entscheiden.
Wir begannen mit dem Palazzo Vecchio. Im Hercules Saal hängt ein kurioses Tondo aus
dem XV Jhdt., vermutlich von Phillippo Lippi, alias Maestro del Tondo Miller. Sein Titel
Madonna del UFOzeigt schon wohin die Reise geht: ins Land der Märchen, wo die
Fiktion von der Realität abweicht.
Als wir genauer hinschauten entdeckten wir am Himmel seltsame Flugobjekte, darunter
eine Art Sonne die an den Geburtsstern erinnert, und kleinere Objekte mit quallenartigen
Tentakeln. UFO-logen haben ihre helle Freude.
Kunsthistoriker dagegen sind anderer Meinung. Sie glauben dass es sich bei den
seltsamen Flugobjekten um die Versinnbildlichung von Dogmen des katholischen
Glaubens auf Erden handelt, und nicht - wie der Name des Gemäldes "Madonna dell'ufo
nahelegt - um ausserirdischen Besuch.An solche Besuche glauben Ufo-logen schon seit
lange, etwa zur Zeit der Pharaone im Niltal, siehe die Glühlampe von Dendera.
Kunst nährt sich gerne von Glaube und Legenden
Beim Rausgehen gingen wir noch durch den Saal der 500, wo hinter Giogio Vasaris
Schlacht bei Marciano nach einem angeblich übermalten Fresko von Leonardo da Vinvi
gesucht wurde. Das “cerca trova” (wer suchet der findet) auf einer Fahne ist ein nettes
(vielverheissendes?) Detail.
Dendera
Vasari Marciano