Venedig 2018
Das “Maschinchen” im Guggenheim
Venedig
2018
Ein kurioses Kunstwerk begegneten wir im Guggenheim Museum von Venedig.
Max Ernsts Maschinchen soll eine "furchtlose Bestäubung weiblicher Saugnäpfe
zu Beginn der Wechseljahre u. dergl. furchtlose Verrichtungen" gestatten, so der
Titel.
Kryptische Worte.
Max Ernst hinterließ keinerlei Hinweis zu deren Interpretation. Die Anspielung
auf sexuelle Aktivitäten des damals 29-jährigen ist aber unübersehbar. Im Bild
entdeckt man tatsächlich zwei kugelige rötliche Bläschen, eines am Ausgang des
Wasserhahns mit dem fröhlichem Ausruf bonjour, und ein anderes im
Glaskörper. Zumindest letzteres könnte als vergrössertes Ovozyt gedeutet
werden.
Befruchtete Ovozyten in fortgeschrittenem Stadium wurden schon von einem
anderen Schwerenöter künstlerisch thematisiert. Gustav Klimt verzierte den
Umhang seiner dürftig bekleideten Danae (1908) mit Blastozysten.
Manche Künstler können es ganz einfach nicht lassen.
Danae