Beyeler Riehen - Bad Krozingen 2011
Ein abgesagter Besuch
Gustav Klimts Danae Gemälde ist eines der wertvollsten aus seiner goldenen Periode, und eines der
wenigen in Privatbesitz. Für welchen Betrag es Hans Dichand einst aus dem Besitz der
Kaufhausdynastie Kastner & Öhler (Graz) erwarb, ist nicht bekannt, aber sein Wert wird mittlerweile
auf gut 150 Millionen € geschätzt.
Bekannt ist nur dass das Gemälde seit 2008 in Wien (Belvedere) nicht mehr öffentlich gesehen
wurde. Wir waren daher erstaunt als es 2010 im Rahmen einer Klimt Ausstellung in der Fondation
Beyeler in Riehen annonciert war. Das Bild ist insofern von Interesse als es mit der Wiener
Wissenschaft des angehenden 20 Jhdts. eng verbunden ist und neben dem beim Danae-Thema
üblichen göttlichen Sperma (natürlich aus Gold) auch mit anderen knusprigen Details aufwartet,
wie etwa Ovozyten als Kleidverzierung. Letztere waenr zu dieser Zeit grteils unbekannt.
Leider schaffte es das Gemälde nicht nach Riehen, wie wir auf dem Weg nach Bad Krozingen zu Opa
und Omi feststellen mussten. Seither Schweigen. Oder nicht ganz. Kürzlich (2025) wurde bekannt*)
dass die Danaë in ihrer Heimat verblieben ist, ihren Besitzer aber im Rahmen von innerfamiliären
Verhandlungen wechselte. Ob sie je wieder einmal dem Publikum gezeigt wird?
Das ist das Spießige an vermeintlichen Kunstinteressierten. Anstatt sich am Bild zu erfreuen, wird es
Spielball wirtschaftlicher Interessen Irgendwie traurig.
*) https://www.derstandard.at/story/3000000274651/krone-herausgeber-christoph-dichand-bekommt-klimts-
danae?ref=loginwall_widget
2011
Bad Krozingen