Maribor-info
27 Jänner 1919: Der Bluttag von Marburg a. d. Drau
Auf dem Hauptplatz der Stadt kam es zum blutigen Massaker. Ein slowenischer General (Rudolf Maister, der als k.u.k.-
Leutnant begonnen hat und als slowenischer „General Majster“ 1919 zur Schlüsselfigur der Abtrennung der
Untersteiermark von Österreich wurde) kassiert die Untersteiermark für Südslawien.
So standen an diesem 27. Jänner 1919 an die 10.000 Marburger Einwohner auf dem Hauptplatz und in den
angrenzenden Straßen, um der ausländischen Kommission zu zeigen, dass man bei Österreich bleiben wolle. Ganze
Schulklassen wurden trotz Schnee und Kälte von ihren Lehrern aufgeboten, schwarz-rot-goldene Bänder an den Hüten,
tosende Zurufe und Gesänge drangen durch Fenster und Mauern und legten ein feierliches Bekenntnis für
Deutschösterreich ab, heißt es im Augenzeugenbericht.
Majster hatte etwa 20 slowenische Wachposten mit aufgepflanztem Seitengewehr vor dem Rathaus aufmarschieren
lassen. Noch höhnte die Menge: „So ein Patzerl Soldaten!“ Aber als das Gedränge immer bedrohlicher und ein
slowenischer Soldat niedergeschlagen wurde, fielen Schüsse. Ohne Befehl. In Panik versuchten sich die Menschen in
Sicherheit zu bringen, in ebensolcher Panik reagierten Majsters Wachposten: Eine Salve nach der anderen feuerten die
Soldaten in die nichtsahnende, wehr- und waffenlose Volksmenge, während Majster im Rathaus mit der
Militärkommission speiste.