Wektkulturerbe auf dem höchsten Punkt der Stadt; besonders sehenswert ist die prachtvolle Johaninische Bibliothek
(Liebhaber des Stift Melk bitte weghören), eine wahre Bücherkathedrale mit zig tausenden Exemplaren, darunter die
“48-zeilige Lateinische Bibel”) die im Gegensatz zur Gutenbergbibel (B42) pro Seite 6 Zeilen mehr hat.
http://www.alte-steine.net/2014/03/biblioteca-joanina-die-schoenheit-alter-buecher.html
Einmalig in diesem Gebäude ist auch die Fledermauskolonie die abends, nach Bibliotheksschluss, quasi als Bodyguard
der Bücher, für deren Konservierung sorgt, indem sie die schädlichen Insekten vertilgt… Keine Angst, die Tische darunter
werden mit abgedeckt, angeblich mit Ledertüchern, noblesse oblige ! Hermitage Petersburg: Katzen gibt es hier seit
1745 per Dekret von Zarin Elisabeth Petrowna, um das Inventar vor Nagetieren zu schützen
Die Bibliothek, die 1724 unter der Leitung von König Joao V. errichtet wurde, umfasst drei große Säle mit 30 000 Büchern
und 5000 Manuskripten. Das barocke Edelholzmobiliar ist reich beschnitzt und mit Blattgold verziert. Vergoldete
chinesische Motive auf Lackuntergrund zieren die Räumlichkeiten, wobei jedem Saal eine Farbe gewidmet ist: grün, rot
und gold. Die Decken (Trompe-l'oeil) wurden von italianistischen Künstlern aus Lissabon bemalt. Die oberen Bücher
erreicht man mithilfe von Leitern, die versteckt in die Regale eingefügt und bei Bedarf herausgezogen werden.
Bibliotheca Joanina ein Muß für bibliophile Touristen. Und dann die Fledermäuse, die in der Joanina wie Haustiere
gehalten werden, weil sie Insekten fressen. Abends, nach Bibliotheksschluss, sorgt eine Fledermauskolonie für die
weitere Konservierung der Bücher: Sie vertilgen nämlich die Insekten, während die Tische mit Ledertüchern bedeck
werden, die das Erbe vor den Fäkalien dieser Tiere beschützen sollen.
Im Tresor de Bibliothek werden extrem selten Exemplare aufbewahrt, sowie z.B. die erste Ausgabe de Lusiaden, eine in
der zweiten Hälfte des 15.Jhdts verlegte hebräische Bibel, von der weltweit nur 20 Exemplare vorhanden sind; oder die
48-zeilige Lateinische Bibel –welche deswegen so genannt wird, weil auf jeder Seite nur genau 48 Zeilen geschrieben
sind –und im Jahr 1462 von den beiden Partnern Gutenberg gedruckt wurde und heute als Schönste der erst gedruckten
vier Bibeln gilt.
damit Insekten, die sich beim Ein- und Ausströmen der Besucher einschleichen könnten, keine Chance haben, die
historischen und wertvollen Bestände anzunagen, lässt man eine Kolonie Fledermäuse, die sich in den Räumen
angesiedelt hat, in Ruhe dort leben.
Quasi die Bodyguards der Bücher.
http://www.booksphotography.net/wp-content/uploads/2013/12/img_2083_hdr-373-376-20-clty15-1250px.jpg
Uni Coimbra