Cerveteri-Etruskerschatz
Eine Geschichte von Grabraub, illegalem Export und Hehlerei
Die Terrakotta Statue aus den Jahren um 500 v. Chr. stammt aus
der Nekropole Cerveteri, einer Etruskerstadt 42 km westlich
von Rom. Das ehemalige Grabräuber-Eldorado ist jetzt UNESCO
Stätte. Das tröstet aber nicht darüber hinweg, dass von dort
noch viel Raubgut im Handel ist. Symptomatisch dafür war der
einige Jahre zurückliegende Skandal rund um den von den
tombaroli” geraubten etruskischen Sarg, den der britische
Kunsthändler und Antiquitätenschmuggler Robert Symes
zusammen mit 44 Kisten voller antiker Objekte jahrelang in
einem gemieteten Lager des Zollfreihafens Genf versteckt hielt,
und der als Fall Robert Symes in die Geschichte einging.
Seine illegalen Aktivitäten starteten bereits 1972 als eine in
Cerveteri entdeckte, vom Athener Euphronios um 510 v. Chr.
bemalte Prachtvase für eine Mio Dollar ins Metropolitan
Museum of Art wechselte, und nahmen in den folgenden
Jahren an Fahrt auf, als Artefakte im Wert von insgesamt 9 Mio
€ an renommierte Auktionshäuser und andere öffentliche und
Private Institutionen veräussert wurden.
Port Franc Genève
Entdeckt wurde der Skandal 2014, als italienische Ermittler
auf diesen Bestand stießen, der vor Jahrzehnten illegal
exportiert wurde.
Erst Anfang 2016 kehrten die Gegenstände nach Italien
zurück. Unglaublich wie lange sich Institutionen wie
Sotheby's, the John Paul Getty Museum und das New
Yorker Met von diesem Hehler an der Nase herumführen
liessen.