Eine der vielen barocken Wendungen Neapels lässt sich ebenfalls hier oben finden:
das Nationalmuseum von San Martino. Der architektonische Komplex genießt
einen der besten Ausblicke über den Golf, vor allem von dem Teil aus, in dem der Abt
wohnte. Noch umfassender ist der Ausblick den das Sant'Elmo Schloss bietet.
Direkt nebenan gelegen, aber mit einer anderen Sicht, vollständig und absolut, so
dass die Stadt auch ihren Umriss und die Umgebung zeigt: hierfür muss man auf 485
Meter über dem Meeresspiegel, zum höchsten Punkt Neapels, dem Eremo dei
Camaldoli. Von hier oben blickt man nicht nur auf Neapel, den Vesuvio und den Golf,
sondern auch auf die ländlichen Gegenden, die Phlegräischen Felder,
die Sorrentische Halbinsel, den Posillipo,Ischia,Procida und Capri, bis zu den
Bergen Lazios. Kurz gesagt: man sieht ganz Kampanien!
Spaccanapoli ist die Straße, die die Stadt buchstäblich in Zwei teilt.
eiter zur barokken Gesù Nuovo Kirche, zur Basilika Santa Chiara, ein Meisterwerk im
gotischen Stil, mit ihrem dekorierten Kloster mit der schönen und bunten Majolika und
zur Kapelle von San Severo, wo sich das Bildhauer-Meisterwerk von Giuseppe Sammartino
befindet: die Marmorskulptur Cristo Velato, die weltweit für die unglaublich realistische
Transparenz des Leichentuchs berühmt ist. Antonio Canova sagt beeindruckt: "Ich würde 10
Jahre meines Lebens geben, um der Künstler dieses Wunders zu sein". Außerdem sollte man
nicht verpassen: einen Besuch der San Gregorio Armeno, der Straße der Krippen, in der sich
die vielen Handwerksgeschäfte der kleinen und berühmten Krippen-Figuren befinden. Um
die Tour durch das Zentrum abzurunden, gibt es keinen besseren Ort als den Dom von
Neapel, in dem sich der Schatz von San Gennaro befindet und die innige Verbindung der
Stadt und ihrem Schutzpatron verdeutlicht.