Staatsoper, Neorennaissance; früher Hofoper; eröffnet 1869 Don Giovanni; am Dach von
2010 bis 2012 ein Bienenstock.
Die Enttäuschung der Wiener Öffentlichkeit, dass das lang erwartete erste
Monumentalgebäude des neuen Prachtboulevards nur ein halber Erfolg war, schlug in
eine Pressekampagne gegen die beiden Architekten um, auch Kaiser Franz Joseph sparte
nicht mit Kritik. Nachdem das Straßenniveau vor der Oper nach Baubeginn um einen
Meter gehoben worden war, bezeichnete man die Oper als „versunkene Kiste“ und in
Analogie zum militärischen Desaster von 1866 Königgrätz der Baukunst.
Van der Nüll verzweifelte an der Kritik und erhängte sich am 4. April 1868 (obwohl seine
Ehefrau Marie im achten Monat schwanger war). Sein Kollege von Sicardsburg starb knapp
10 Wochen später. Es heißt, der Kaiser habe auf den Selbstmord van der Nülls so
geschockt reagiert, dass er sich von da an zu allen neuen Kunstphänomenen nur mit der
stereotypen Phrase „Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut“ geäußert hätte.
Wiener Staatsoper-Geschichte
Ursprünglich k..k. Hofopern, erbaut 1861 bis 1869 von
Sicardsburg (aussen) und van der Nüll (innen) im Stil der
Neorenaissance, mit "Zauberflöten"-Freskenzyklus von
Moritz von Schwind in der Loggia (heute verglast).
Erstes öffentliches Gebäude der Wiener Ringstraße, eröffnet
1869 mit Don Giovanni (Mozart), Pressekampagne gegen die
beiden Architekten : „versunkene Kiste-Königgrätz der
Baukunst“ in Analogie zum militärischen Desaster von 1866;
auch Kaiser Franz Joseph sparte nicht mit Kritik; führt zum
Selbstmord von van der Nüll; es heißt Franz Joseph habe
darauf so geschockt reagiert, dass er sich von da an zu allen
neuen Kunstphänomenen nur mit der stereotypen Phrase
Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreutgeäußert hätte.
Unter den Hofoperndirektoren war Gustav Mahler (1897
1907), und nachher u.a. Richard Strauss (1919-1924).
Im Krieg von Bomben getroffen („Schwind-Foyer“ verschont),
wiedereröffnet 1955. “EisernerVorhang.
Vorstellungen fast täglich; aus den Mitgliedern des
Staatsopernorchesters rekrutieren sich die Wiener
Philharmoniker.
Ereignisse: Opernball; von 2010 bis 2012 Bienenstock am
Dach (60.000 Bienen beflogen blühende Alleebäume-
vorwiegend Spitzahorn und Sommerlinde der umliegenden
Parkanlagen, zeigte dass die Stadt für Bienen ein geeigneter
Lebensraum, und der Honig von einwandfreier Qualität ist.
Wiener Staatsoper
Bau der Hofoper Staatsoper heute Feststiege
Staatsoper April 1945
Heinrichshof vorher-nachher
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