Ursprünglich “k..k. Hofopern”, erbaut 1861 bis 1869 von
Sicardsburg (aussen) und van der Nüll (innen) im Stil der
Neorenaissance, mit "Zauberflöten"-Freskenzyklus von
Moritz von Schwind in der Loggia (heute verglast).
Erstes öffentliches Gebäude der Wiener Ringstraße, eröffnet
1869 mit Don Giovanni (Mozart), Pressekampagne gegen die
beiden Architekten : „versunkene Kiste“-„Königgrätz der
Baukunst“ in Analogie zum militärischen Desaster von 1866;
auch Kaiser Franz Joseph sparte nicht mit Kritik; führt zum
Selbstmord von van der Nüll; es heißt Franz Joseph habe
darauf so geschockt reagiert, dass er sich von da an zu allen
neuen Kunstphänomenen nur mit der stereotypen Phrase
„Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut“ geäußert hätte.
Unter den Hofoperndirektoren war Gustav Mahler (1897 –
1907), und nachher u.a. Richard Strauss (1919-1924).
Im Krieg von Bomben getroffen („Schwind-Foyer“ verschont),
wiedereröffnet 1955. “Eiserner” Vorhang.
Vorstellungen fast täglich; aus den Mitgliedern des
Staatsopernorchesters rekrutieren sich die Wiener
Philharmoniker.
Ereignisse: Opernball; von 2010 bis 2012 Bienenstock am
Dach (60.000 Bienen beflogen blühende Alleebäume-
vorwiegend Spitzahorn und Sommerlinde der umliegenden
Parkanlagen, zeigte dass die Stadt für Bienen ein geeigneter
Lebensraum, und der Honig von einwandfreier Qualität ist.
Wiener Staatsoper
Bau der Hofoper Staatsoper heute “Feststiege”