Schloss Belvedere-info
Oberes: Johann Lucas von Hildebrandt
(1668-1745) Konkurrent und Nachfolger
von Fischer von Erlach
Belvedere =“schöne Aussicht, Barock
für Prinz Eugen; später Franz Ferdinand
Staatsvertrag 1955
Saal mit Deckengemälde
Museum
Unteres?????
Fertigstellung der barocken Schlossanlage im Jahr 1723,
die Prinz Eugen von Savoyen als Sommerresidenz
erbauen ließ.
Immerhin kaufte die Monarchin im Jahr 1752 die gesamte
Belvedere-Anlage der Erbin Prinz Eugens ab. Gemeinsam mit
ihrem Sohn Joseph II. traf sie dann die Entscheidung, die k. u. k.
Gemäldegalerie aus der Stallburg ins Obere Belvedere zu
übersiedeln.
Belvedere: Größte Waldmüller-Sammlung der Welt : 70 Werke,
die vom Waldmüller-Archiv im Research Center des Belvedere
flankiert wird.
Außerdem wurde Bruckner 1895 vom Kaiser das Privileg
zugestanden, mietfrei eine Wohnung im Schloss Belvedere zu
beziehen. Hier verbrachte er sein letztes Lebensjahr.
Ai Weiwei: Ratte aus dem "Circle of Animals/Zodiac Heads" im Belvedere
Ai Weiwei: Hase aus dem "Circle of Animals/Zodiac Heads" im Belvedere
Tierkreiszeichen von Al Weiwei
Nachbildung der Skulpturen des Sommerpalastes
Ausstellung Belvedere 2016
Al Weiwei mit ehemaliger Direktorin Agnes Husslein-Arco (Boeckl Enkel)
Sommerpalast
Staatsvertrag unterzeichnet am 15. 5. 1955 von den
Außenministern der Signatarmächte W. M. Molotow, J. F.
Dulles, H. Macmillan und A. Pinay sowie dem
österreichischen Außenminister Leopold Figl im Schloss
Belvedere in Wien. Figl: « Oesterreich ist frei ».
Bundesverfassungsgesetz über die Neutralität Österreichs
nach dem Muster der Schweiz, nach Abzug der
Besatzungssoldaten vom österreichischen Parlament am
26. 10. 1955 beschlossen: Nationalfeiertag (Staatsfeiertag 1
Mai). »Nabelscheibe“ typisch für Hildebrandt.
CH : Nationalfeiertag 1 Mai ; Rütlischwur 1291 von
Vertretern der 3 Waldstätten Uri, Schwyz und Unterwalden
auf der Rütliwiese um ein Verteidigungsbündnis gegen die
Österreicher und andere Feinde zu treffen.
Staatsvertrag 26 Okt. 1955
50 Jahre später
Karikatur von E. H. Köhler zu den Verhandlungen der österreichischen Delegation in Moskau
("Simplicissimus", Jg. 1955, Nr. 17., S. 3.);
Bildunterschrift: Weaner Charme in Moskau: "Und jetzt, Raab - jetzt noch d` Reblaus, dann sans Waach!“
Die aus den "Wochenschau"-Berichten bekannt gewordenen Figl-Worte sterreich ist frei" wurden nicht auf dem
Belvedere-Balkon gesprochen. Die Filmemacher haben das Zitat von der Unterzeichnung im Festsaal ihrer
Freiluftszene unterlegt.
Verhandlungen in Moskau vor Staatsvertrag
Luigi Kasimir - Belvedere
Ausstellung Jasper Johns “Regrets” 2015
"Dynamik!" heißt die Ausstellung, die den Wiener Kinetismus in einen Kontext mit Kubismus und Futurismus stellt. Zu sehen ist sie
vom vom 10. Februar bis 29. Mai.
http://diepresse.com/home/kultur/kunst/633013/Dynamik_KubismusFuturismusKinetismus?gal=633013&index=1&direct=&_vl_bac
klink=&popup=
In ihren kubistisch überlagerten Formen erweckten Karlinksy und Klien befahrene Brücken und U-Bahnen zum Leben, lässt Wolfgang
Leopold Rochowanski, der selbst Tänzer war, Musik in Grafiken erstehen und fertigt Otto Erich Wagner ein ganzes Musikfries.
Erika Giovanna Klien: Tauchender Vogel, 1939, Belvedere, Wien/Schenkung Udo und Lore Saldow
Das Untere Belvedere zeigt "Klimt, Kupka, Picasso und Andere" und erklärt die Formkunst zur Kunst-Konstante Europas.
Die gegenstandslose Formkunst als Triumph der Vernunft ist ein Resultat der Formpädagogik im Zeichenunterricht der k.u.k.
Monarchie. Sie kommt nicht aus Wassily Kandinskys München, denn sein Einstieg war metaphysisch von der Theosophie angeregt.
Die Kunstgeschichte muss mit der Schau "Klimt, Kupka, Picasso und andere - Formkunst" von Kurator Alexander Klee im Unteren
Belvedere wohl umgeschrieben werden. Denn was die Beethoven-Ausstellung der Wiener Secession 1902 zeigte, war nicht nur
geometrisches Ornament, sondern tatsächlich der Aufbruch in die Gegenstandslosigkeit.
So beginnt die Schau mit dem rekonstruierten Relief Josef Hoffmanns und mit dem ähnlichen Ausgangspunkt Frantiek Kupkas in Prag
aus dem formal strukturierten Zeichenunterricht der Donaumonarchie. Nun sind die Zweifel ausgeräumt, welche Stadt und welche
Künstlergruppe nach Impressionismus und Kubismus zur totalen Gegenstandslosigkeit überwechselte: Wien, Prag und Paris waren es,
später auch Budapest.
In Wien und Prag war die Formkunst Schulalltag. Denn wie bei den Secessionskünstlern Gustav Klimt und Hoffmann war auch bei
Kupka das geometrische Flächenornament bestimmend.
Diese formalen Akzente hingen für die Künstler als "Tongestalten" eng mit der sinfonischen Musik Beethovens zusammen. Klee hat
bereits in mehreren Publikationen zu Werken Adolf Hölzels, einem weiteren Protagonisten der Wiener und Münchner Secession,
später in Stuttgart lehrend, auf das pädagogische Formkonzept des Zeichenunterrichts nach Johann Friedrich Herbart (1779-1841) im
großen Kulturraum Donaumonarchie hingewiesen.
Mit der Ausstellung rücken die tschechischen und französischen Kubisten enger zusammen.
Das konstruktive Supraportenrelief Hoffmanns unter dem Klimtfries, 1902 am Abgang in den Hauptraum zur Beethovenstatue Max
Klingers situiert, demonstriert den engen Zusammenhang von Mathematik, Musik und bildender Kunst. Der Musikpädagoge Eduard
Hanslick nannte das "tönend bewegte Formen". Klee zeigt den in Wien als "Quadratl-Hoffmann" kritisierten Architekten und Designer
vom Modell für das Sanatorium Purkersdorf über Möbel, Geschirr bis zu seinen rein formalen Grafiken.
Ein neuer Blick, der Kunst, Wissenschaft und Pädagogik enger zusammenführt.
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/kunst/805436_Die-Mathematik-des-Formschoenen.html
Wotruba - Mensch verdamme den Krieg
1932 Pestalozzi-Park, Leoben (hier als Leihgabe
im Belvedere Wien zu sehen) Mahnmal für die
Gefallenen des Ersten Weltkrieges
Krieg