Franz von Stuck
1863-1928 (65)
Deutscher Zeichner, Maler und Bildhauer; Symbolismus, Jugendstil, gründete 1892 Stuck mit Wilhelm Trübner in
Opposition zu den etablierten Künstlern die „Münchner Sezession“. Dennoch wird er zusammen mit Franz von
Lenbach und Friedrich August von Kaulbach zu den Münchner Malerfürsten gezählt. Dies ist eine äußerliche
Bezeichnung, denn in künstlerischer Hinsicht war Stuck in den 1890er Jahren Gegenpol zu Lenbach in der
Auseinandersetzung, die in der Gründung der Münchner Secession gipfelte; ab 1895 war Stuck Professor an der
Akademie und unterrichtete unter anderem Wassily Kandinsky und Paul Klee.. 1906 Adelsstand.
In Wien war Stuck eine Berühmtheit und ein Ansprechpartner, um im Nachbarland zu reüssieren, wie ein aus
heutiger Sicht skurril wirkender Brief Egon Schieles zeigt, der Stuck 1908 um Hilfe gebeten hat, bei der
Frühlingsausstellung der Münchner Secession angenommen zu werden: „Ein Wort von Ihrem göttlichen Wesen
genügt und meine Erstlinge werden angenommen. [. . .] Ein Schreiben von Ihnen Hochverehrter wäre eine
Reliquie.“ Heute ist Schieles Schreiben die Reliquie. Damals hatte sein Geschleime trotzdem keinen Erfolg, er
stellte erst fünf Jahre später in der Münchner Secession aus.
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Der 30-jährige Franz von Stuck im Jahr 1893 Selbst 1923