Rubens Vénus au miroir: Der Hintern dieser römischen
Göttin ist vermutlich der bekannteste der
Kunstgeschichte. Er soll aber nicht von anderen
interessanten Details des Gemäldes ablenken. Da wäre
einmal das fragwürdige Spiegelbild im oktogonalen
Spiegel. Cupidon hält ihn so, dass man das Gesicht
seiner Mutter von vorne im Spiegel reflektiert sieht,
während sie selbst im Profil erscheint. Ist das
überhaupt möglich? Nein. Da hat P.P. Rubens ein
wenig geschummelt. Es gibt keine Spiegelposition in
der ein Gesicht, das man im Profil sieht, den Maler
und Betrachter durch den Spiegel von vorne ansehen
kann, ohne dabei die Augen zu verdrehen.
Ein anderes überraschendes Detail ist die Perle am
Ohr der Venus. Jene im Bild hat eine andere Farbe als
jene im Spiegelbild. Venus trägt also an ihren beiden
Ohren Perlen verschiedener Farbe. Was das wohl
bedeutet?
P.S.: Den Hintern der Göttin kann man wohl nicht als
Detail betrachten.