Rubens-Allegorie auf Kaiser Karl V. als Weltenherrscher
Als Hofmaler des Gonzaga-Herzogs Albrecht VII von Habsburg (Portrait!) trat
Rubens 1603-1604 in dessen Auftrag eine diplomatische Reise nach Spanien
an. Dabei lernte Rubens wahrscheinlich zum ersten Mal die mächtige und
prunkvolle Familien- und Herrscherposition der Habsburger an deren
Hauptsitz kennen. Die Person Karl V. galt für ihn als die Gründergestalt der
imperialen und dynastischen Macht dieser von ihm verehrten Familie. Rubens
beschäftigt sich intensiv mit den Kaiserbildnissen Tizians. Kurz nach seiner
Rückkehr von Spanien nach Italien entstand dieses Kaiserporträt nach einer
unmittelbaren Vorlage eines Gemäldes von Parmigianino, das sich in Besitz
des Herzogs von Mantua befand. Rubens Gemälde ist eine großzügige, aus
geo- und stereometrischen Formen gebildete Kompositon. Der Kaiser ist in
einer Prunkrüstung, mit dem Orden des Goldenen Vlieses und den
Herrscherinsignien dargestellt: Krone, Zepter, Schwert und Weltenkugel als
Zeichen des ausgedehnten Herrschaftsgebietes. Die dargestellte Krone
entspricht der Form der habsburgischen Privatkronen, die meist als
Mitrenkronen gefertigt wurden. HR:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Peter_Paul_Rubens_119.jpg