Rodin-L’homme au nez cassé
(Mann mit gebrochener Nase)
„Der Mann mit der gebrochenen Nase“ (L'homme au nez cassé),
1864: Mit dem markanten Kopf eines seiner ersten Werke brach Rodin
zum ersten Mal mit den glatten, erstarrten Schönheitsidealen der
akademischen Salon-Kunst. Zunächst jedoch war der Büste, für die ein
Arbeiter des Pariser Pferdemarktes Modell stand und die zugleich an
die Gesichtszüge von Rodins großem Vorbild Michelangelo erinnert,
kein Erfolg beschieden: sie wurde von der Jury des Pariser Salons
abgelehnt. Der künstlerische und kommerzielle Erfolg Rodins ließ
somit noch einige Jahre auf sich warten. In Deutschland kam der
Durchbruch für Rodin, als die Staatlichen Kunstsammlungen in
Dresden Anfang des 20. Jahrhunderts die Büste für ihre Sammlung
erwarben. Auch in Neue Pinakothek München.