Rembrandt van Rijn - Die Blendung Simsons
Das Bild eine Episode aus der Geschichte des Richters Simson. Simson war ein
Nasiräer, was ihm besondere Stärke verlieh, wenn er sich an drei Bedingungen
hielt, wie etwa das Verbot, sich Bart und Haare zu schneiden. Die dargestellte
Szene schließt sich an das Schneiden des Haares durch Delila an, die ihn an die
Philister verriet. Dieser Aspekt der Handlung ist auch in diesem Gemälde
aufgegriffen, da Delila im Hintergrund abgebildet ist, wie sie mit dem Haarschopf
und der Schere in der Hand flieht. Auch mit den weiteren Personen stellte
Rembrandt verschiedene Aspekte der Handlung dar. So musste Simson,
nachdem ihm die Haare abgeschnitten worden waren, zu Boden gerungen und
gefesselt werden, bevor ihm die Augen ausgestochen wurden. Dies vermittelte
Rembrandt über die Kämpfer, von denen einer furchtsam den Schauplatz betritt,
ein anderer Simson am Boden hält, einer ihn fesselt und einer die Augen
aussticht. Dabei ist die unmittelbare Handlung des Gemäldes der Höhepunkt der
Geschichte, das Blenden mit dem eindringenden Messer und das aufspritzende
Blut. Der Betrachter kann aber über das Bild die gesamte Handlung
rekonstruieren
Rembrandt - Die Blendung Simsons (Detail)