Rembrandt - Das Bad der Diana mit Aktäon und Kallisto
Das Bild stellt zwei voneinander unabhängige Erzählungen aus den Metamorphosen des Ovid
dar: auf der linken Bildhälfte „Diana und Aktäon“ und rechts „Die Entdeckung der
Schwangerschaft Kallistos“. In beiden Erzählungen geht es um eine Verwandlung, die von einer
Göttin als Strafe für ein sexuelles Vergehen verhängt wird:
Der Jäger Aktäon wird von Diana (in der griech. Mythologie Artemis) in einen Hirschen
verwandelt, weil er die keusche Göttin nackt gesehen hat. Dieser Prozess ist im Bild dargestellt,
und der Betrachter weiß, dass Aktäon später von seinen eigenen Hunden zerrissen wird.
Kallisto, die Lieblingsnymphe Dianas, steht noch vor ihrer Metamorphose; gerade wird von
badenden Nymphen, die ihr die Kleidung vom Leib reißen, ihre Schwangerschaft entdeckt (sie
hatte ihre gelobte Keuschheit nicht gegen Jupiters (Zeus) Begierde verteidigen können). Auch
hier weiß der Betrachter, dass Juno (Hera) Kallisto bald in eine Bärin verwandeln wird, die
später fast von ihrem eigenen (jetzt noch ungeborenen) Sohn Arkas getötet wird.
Die Burg Anholt beherbergt eine der Kugeln die Maximilian I in Mexico erschossen
wurde