Picasso Le Marin info 1943
Die Versteigerung von Picassos "Le Marin" sollte Steve Wynn
etwa 70 Millionen Dollar bringen, dann wurde das Bild
beschädigt. Wynn ersteigerte es 1997 bei Christie's für "nur" 8,8
Millionen Dollar. Aktuell hatte ihm das Auktionshaus zumindest
70 Millionen zugesichert.
Details zum Schaden von Le Marin wurden keine bekannt,
jedoch dürfte dieser massiv sein. Kleine Kratzer oder
Farbabplatzungen hätten von Restauratoren übers Wochenende
behoben werden können. Ein Riss in der Leinwand freilich nicht,
wie Wynn aus Erfahrung weiß. 2006 hatte er seinen Ellbogen in
ein Picasso-Gemälde gerammt, das für 139 Millionen Dollar kurz
vor dem Verkauf stand und einst in der
Vergangenheitsbewältigung der Bawag-Causa eine Rolle spielte:
Le Reve, 1997 von Wolfgang Flöttl für 48,4 Millionen Dollar
ersteigert. 2000 war es in den Bawag-Büchern mit 70 Millionen
gelistet und wurde von Flöttl für 65 Millionen Dollar an den
Casino-Magnaten verkauft. Der Geschäftsmann Wynn wusste
das Malheur aber für sich zu nutzen. Das Bild wurde restauriert
und mit der Versicherung um die Wertminderung vor Gericht
gestritten. Dem Vernehmen nach einigte man sich auf rund 45
Millionen Dollar. 2013 verkaufte er das Bild dann für 155
Millionen Dollar an Steven A. Cohen, den einst mächtigsten
Aktienhändler der Wall Street.
https://derstandard.at/2000079894090/Der-Kunstmarkt-schlaegt-selbst-aus-Schulden-
Profit
Le Rêve: Als der Casino-Mogul Steven Wynn das Gemälde 2006 einigen guten Freunden in
Las Vegas zeigte, stiess er mit seinem Ellbogen einen 5 cm langen Riss ins Gemälde. Gerade
hatte er ihnen erzählt, dass er sich mit dem Hedge-Fonds-Milliardär Steven Cohen auf
einen Kaufpreis von 139 Mio $ geeinigt hätte und - ratsch - war der Deal futsch und die
Freunde baff. Der Geschäftsmann Wynn wusste das Malheur aber für sich zu nutzen. Er
liess das Bild restaurieren und stritt mit der Versicherung um die Wertminderung vor
Gericht. Erfolgreich, denn er machte eye impairment(Retinitis pigmentosa) geltend und
kassierte für sein Missgeschick 45 Mio Wertminderung. Nur einige Jahre später verkaufte
er das Gemälde für 155 Mio. Abzüglich der Restaurationskosten (ca 0.1 Mio) schlug sich
das Missgeschick also mit einen Gewinn von ca 60 Mio. zu Buche.
Interessante Entwicklung. Da entsteht doch glatt der Eindruck, aus beschädigten
Gemälden könne mehr Gewinn geschlagen werden als aus unbeschädigten.
Le Marin: Zwölf Jahre später, selber Besitzer, ähnliches Missgeschick. 2018 sollte die
Versteigerung des Picasso Gemäldes Steve Wynn etwa 70 Mio $ bringen. Dazu kam es aber
nicht, denn das Bild wurde bei den Vorbereitungen beschädigt. Accidentally damaged”
schrieb Christies’s und zog das Gemälde zurück.
Der Zusatz accidentallyhat es in sich. Auf auf, ihr Kunstspekulanten, zückt accidentally
die Messer, schwingt die Ellbogen und lasst die Hackel sausen ! Older lasst Euch zumindest
ein körperliches“ Leiden” einfallen.
Anmerkung: Im Vergleich zu Wynn war der österr. Finanzjongleur Flöttl, Urheber des BAWAG Skandals und
Vorbesitzer von Picassos Le Rève, ein blutiger Anfänger
Picasso Le Marin
Picasso - Le Rêve
2 Picassos “accidentally” damaged
oder: Da hat man schon kein Glück, und dann kommt Pech auch noch dazu !
Da hat man schon kein Glück,
und dann kommt Pech auch
noch dazu !
Bin schon gespannt welches
“Leiden” diesmal angeführt wird.
Auf auf, ihr Kunstspekulanten,
zückt accidentally” die Messer,
schwingt die Ellbogen und lasst
die Hackel sausen !
https://derstandard.at/2000079894090/Der-
Kunstmarkt-schlaegt-selbst-aus-Schulden-
Profit#posting-1031032382
Picasso Le Marin 1943