Le Rêve: Als der Casino-Mogul Steven Wynn das Gemälde 2006 einigen guten Freunden in
Las Vegas zeigte, stiess er mit seinem Ellbogen einen 5 cm langen Riss ins Gemälde. Gerade
hatte er ihnen erzählt, dass er sich mit dem Hedge-Fonds-Milliardär Steven Cohen auf
einen Kaufpreis von 139 Mio $ geeinigt hätte und - ratsch - war der Deal futsch und die
Freunde baff. Der Geschäftsmann Wynn wusste das Malheur aber für sich zu nutzen. Er
liess das Bild restaurieren und stritt mit der Versicherung um die Wertminderung vor
Gericht. Erfolgreich, denn er machte “eye impairment” (Retinitis pigmentosa) geltend und
kassierte für sein Missgeschick 45 Mio “Wertminderung”. Nur einige Jahre später verkaufte
er das Gemälde für 155 Mio. Abzüglich der Restaurationskosten (ca 0.1 Mio) schlug sich
das Missgeschick also mit einen Gewinn von ca 60 Mio. zu Buche.
Interessante Entwicklung. Da entsteht doch glatt der Eindruck, aus beschädigten
Gemälden könne mehr Gewinn geschlagen werden als aus unbeschädigten.
Le Marin: Zwölf Jahre später, selber Besitzer, ähnliches Missgeschick. 2018 sollte die
Versteigerung des Picasso Gemäldes Steve Wynn etwa 70 Mio $ bringen. Dazu kam es aber
nicht, denn das Bild wurde bei den Vorbereitungen beschädigt. “Accidentally damaged”
schrieb Christies’s und zog das Gemälde zurück.
Der Zusatz “accidentally” hat es in sich. Auf auf, ihr Kunstspekulanten, zückt “accidentally”
die Messer, schwingt die Ellbogen und lasst die Hackel sausen ! Older lasst Euch zumindest
ein körperliches“ Leiden” einfallen.
Anmerkung: Im Vergleich zu Wynn war der österr. Finanzjongleur Flöttl, Urheber des BAWAG Skandals und
Vorbesitzer von Picassos Le Rève, ein blutiger Anfänger
Picasso –Le Marin
Picasso - Le Rêve
2 Picassos “accidentally” damaged
oder: Da hat man schon kein Glück, und dann kommt Pech auch noch dazu !