Quiz 1
Westphal hat sich dort bei dem Grafen Romohr aufgehalten und sich in eine der Töchter verliebt.
Dann erschließt sich auch die Bleistift—Ortsangabe: Rundhof bey Kappeln wird es vermutlich sein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gut_Rundhof
https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Friedrich_von_Rumohr
Als ich in alten Dokumenten von Kappeln stöberte, fand ich folgende Urkunde:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kappeln#/media/Datei:Urkunde_Buergerrecht.jpg
Es wird Ihnen sicher auffallen, dass sich der Ort zu Petzls Zeiten (zumindest bis 1858) "Cappeln"
schieb, also mit C und Doppel-p. Dies stärkt meine Vermutung, dass Petzl den Namen Cappeln nie
geschrieben sah, sondern nur vom hören kannte. Hätte er gewusst wie man ihn schreibt, hätte er
den Ort in seiner Zeichnung nicht mit "K" und nur einem "p" geschrieben.
Conclusio: ich teile Ihre Vermutung, dass es sich beim Wort "Kraepeln" (oder so ähnlich) in der
Zeichnung Petzls um einen Schreibfehler seinerseits handelt. Möglich, dass er von seinem "Julius"
darauf hingewiesen wurde und er versuchte es zu korrigieren, aber das ging nicht so leicht. Künstler
radierten nicht so einfach auf ihren Zeichnungen herum, ganz abgesehen von der Frage, ob es
damals überhaupt sowas wie Radiergummis gab. Ich jedenfalls gewöhnte mir bei meinen
Zeichnungen das Herumradieren bald ab. Es verschmierte zu sehr. Eines der vielen Jugendsünden.
Fand erst später heraus, dass man mit dem Ausradieren von Zeichnungen auch berühmt werden
kann, siehe "Erased De Koonig". Bin aber kein Rauschenberg, haha, sondern höchstens ein anderer
“Julius" ;-)
Petzl –Jünglingskopf-info