Parmigianino
1503-1540 (37)
Parmigianino (Francesco Mazzola), der Kleine aus Parma, starb im Alter von nur 37 Jahren vielleicht an
den Folgen seiner alchemischen Experimente. Seine Gemälde sind daher rar und waren von Anfang an
gesuchte Sammlerobjekte. Manierist, Schüler Correggios. Lange Hälse kurzes Leben.
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Im Jahr der Plünderung Roms durch die Truppen des Kaisers, 1527, wandert Parmigianino nach Bologna, wo
er unter Anderem ein bekanntes allegorisches Portrait von Karl V. schafft. 1531 zieht es ihn zurück nach
Parma. Dort malt er ab 1535 an der Apsiskuppel der Kirche Santa Maria della Steccata und studiert intensiv
die Alchemie. Weil sich durch seine Experimente die Arbeiten in der Kirche verzögern, wird er 1539
schließlich vom Klerus gefeuert. Dem Zorn versucht er durch Übersiedelung ins nahe Casalmaggiore zu
entgehen. Dort stirbt Parmigianino, mit nur 37 Jahren. Seine letzte Leidenschaft, die Alchemie
(Goldherstellung? Von Vasari zu Unrecht bezichtigt?), scheint ihn gesundheitlich stark geschwächt zu haben;
der unerfüllte Vertrag mit der Kirche stellte eine schwere Bürde dar.
1550 erscheinen erstmals die Künstlerviten Vasaris, in denen auch das Leben des Parmigianino erzählt wird.
Obwohl auch Vasari Kritik am Abgleiten des Malers in die Welt der alchemistischen Geheimnisse übt, so
preist er ihn doch als den wahren Nachfolger der hohen Kunst Raffaels.
http://www.kettererkunst.de/bio/francesco-mazzola-gen-parmigianino-1503.php
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