Chris Ofili
1968-
britischer Maler und Bildhauer nigerianischer Abstammung, bezieht sich seit einem
Studienaufenthalt in Simbabwe in seinen Arbeiten auf seine afrikanische Herkunft, indem
er zum Beispiel Elefantendung verwendet, Glasperlen einsetzt oder in Anlehnung an
simbabwische Höhlenmalereien, vergleichbar dem Pointillismus, aus Punkten
zusammengesetzte Bilder malt. Die Gemälde, Papierarbeiten und Skulpturen Ofilis
bewegen sich einerseits am Rande des Kitsch (mit deutlichen Referenzen an afrikanische
Volkskunst), enthalten andererseits häufig auch Provokationen (wenn er beispielsweise
eine Madonnendarstellung mit Genitalien und Elefantenkot dekoriert). Hoch gehandelte
Werke, Museum of Modern Art in New York City sowie die Tate Gallery in London. Ofili lebt
und arbeitet seit 2005 auf Trinidad.