Daniel Wildenstein (1917-2001) Kunsthistoriker, Gründer des Wildenstein
Instituts in Paris, Autor des 5-bändigen Monet Katalogs, Kunsthändler und
Rennstallbesitzer, leitete die Geschicke der Familie, unterstützt von seinen
Söhnen Guy und Alec. Eine der wichtigsten Aktivitäten dieser Zeit war das
Familienvermögen in off-shore Trusts verschwinden zu lassen. So fähig sie
dabei agierten, so unfähig waren sie im Umgang mit ihren Frauen.
Die Familienclan begann 1998 zu bröckeln als sich Jocelyn Wildenstein -
mit ihrem fatalen Hang zur Plastikchirurgie - von Alec scheiden liess, und
die darauf folgenden Streitereien die dunklen Geschäfte der Familie
blosslegten. Die wahren Probleme begannen aber mit dem Tod des
Patriachen Daniel im Jahre 2001. Seine Söhne Guy und Alec aus erster Ehe
überredeten ihre Stiefmutter Sylvia Roth Wildenstein unter Vorspiegelung
falscher Tatsachen - etwa einer hohen Schuldenlast ihres Mannes - auf
ihren Erbschaftsanteil zu verzichten. Dies hätten sie besser nicht getan.
Als Sylvia sah dass sie dabei auch ihre geliebten Pferde verlor,
durchschaute sie die Machenschaften ihrer Stiefsöhne und klagte wegen
Erbschaftshinterziehung. Damit begann ein langjähriger Rechtsstreit um
Daniels Vermögen, an dem sich noch zusätzlich der französische Staat mit
einer Steuernachforderung von ca 550 Mio € beteiligte. Es zeigte sich dass
Daniel Wildenstein keineswegs mittellos starb. Er hinterliess neben der Ol
Jogi Ranch in Kenia tausende Gemälde im geschätzten Gesamtwert von 10
Milliarden $, darunter Monets Gemälde „Villas à Bordighera“.
Sylvia
Jocelyn