Die Kritik an den Bildern des Salon des refusés hatte natürlich
Konsequenzen, vor allem finanzielle. Sie bewirkte, dass die Besucher
ausblieben und die Kosten nicht gedeckt werden konnten.
Dazu muss man wissen das die Juroren des regulären Pariser Salons alles
Akademiemitglieder waren, noch dazu nicht gewählte und oft vom Kaiser
ausgesuchte. Kein Wunder dass diese nur den traditionellen, von den
Kunstakademien geprägten Zeitgeschmack vertraten, und für Künstler der
Avantgarde wenig Verständnis mitbrachten. Künstler mit abweichender
Kunstauffassung hatten also wenig Chancen, im offiziellen Pariser Salon
ausgestellt zu werden. Selbst Gemälde von Gustave Courbet, der zu
diesem Zeitpunkt bereits zu den anerkannten Künstlern zählte, lehnte die
Jury regelmäßig ab.
Da es schon damals bei Kunst auch um Geld ging, spielten sich innerhalb
der Jury zahllose Intrigen ab, etwa um die Aufnahme bestimmter Künstler
sicherzustellen, denn im Pariser Salon ausgestellt, in der Presse gute
Besprechungen zu erhalten und gegebenenfalls sogar mit einer
Auszeichnung bedacht zu werden, war für einen Maler ein sicherer Weg,
Werke zu verkaufen oder Aufträge zu erhalten. Abgelehnte Bilder, die in
der Parallelausstellung des Salon des Refusés gezeigt werden mussten,
waren dagegen selten verkäuflich.