René Magritte - Olympia
Artnapping will gelernt sein
Olympia
Der Surrealist Magritte portraitiert hier seine Frau Georgette sehr real nackt
mit einer Muschel auf dem Bauch. Die Muschel ist das Symbol der Venus, so
wie das Meer dahinter, während der Bildtitel des Akts an die vielen Olympia
Variationen der Kunstgeschichte erinnert. Im Gegensatz zu den meisten
Darstellungen liegt sie hier nicht in einem geschlossenen Raum sondern frei in
der Natur, und ihre Haut ist nicht hell sondern eher dunkel, vielleicht schon
Sonnengebräunt?
Einer grösseren Öffentlichkeit bekannt wurde das Gemälde als es auf einer
Briefmarke erschien und im September 2009 aus dem René Magritte Museum
im Brüsseler Vorort Jette unter Waffenandrohung geraubt wurde. Das Museum
ist im Wohnhaus von Magritte in der Zeit von 1930 bis 1954 eingerichtet, und
soll nicht mit jenem im Stadtzentrum verwechselt werden.
Das Gemälde mit einem Schätzwert von bis zu 3 Mio. € wurde 4 Jahre später in
gutem Zustand zurückgegeben, nachdem, gemäß belgischen Zeitungen, von der
Versicherungsgesellschaft 75.000 € locker gemacht wurden. Angeblich weil die
Räuber es am Schwarzmarkt nicht verkaufen konnten.
Artnapping heisst das heute. Die Räuber laufen noch immer. Wo das Gemälde
jetzt ist, war nicht herauszufinden, vermutlich aber im Depot des René Magritte
Museums in Jette. Die "Olympia" am Eingang des Museums sei eine Kopie. Auch
das wäre herauszufinden.