Koons –Balloon Dog
Der vom Auktionsweltrekord 2013 begleitete Hype konzentriert sich noch immer auf die
Balloon-Serie. 56,4 Millionen Dollar hatte ein anonymer Telefonbieter Christie's für den
orangen Monsterpudel bewilligt. Ob sein Galerist Larry Gagosian damals seine Finger im Spiel
hatte, muss eine Mutmaßung bleiben. Dass "Gogo" Stützungskäufe bei Versteigerungen tätigt,
ist indes bekannt. Klagschrift aus New York Wie das Geschäftsmodell abseits des
Auktionsgeschäfts funktioniert? Darüber informiert seit vergangener Woche eine Klagschrift
aus New York. Mit Steven Tananbaum wehrt sich jetzt erstmals ein Wall-Street-Investor gegen
die Geschäftspraktiken von Koons und Gagosian (Lieferverzug trotz Anzahlung).
Seit Mitte der 1990er lässt Koons solche Objekte in Porzellan fertigen: in Auflagen von 2300
Stück, ein Kunstprodukt für den Massenkonsum. 45 Prozent der jährlich über Auktionen
angebotenen Objekte fallen in diese preislich unter 10.000 Dollar liegende Kategorie. Kleinvieh
macht eben auch Mist. Ein Segment, das seit 2017 auch von "Dorotheum Galerie", der
Handelssparte des Auktionshauses, exklusiv in Österreich vertrieben wird: knapp 27 Zentimeter
große Balloon Dogs aus Limoges-Porzellan mit Metallplattierung in den Farben Magenta, Gelb
und Orange. 10.000 Euro kostet ein solches Koons-Hündchen. Mit dem Absatz sei man
zufrieden, erklärt man auf Anfrage. Der Wiederverkaufswert lässt noch zu wünschen übrig: In
London wechseln solche Exemplare für höchstens 6500 Euro den Besitzer.
https://derstandard.at/2000078777470/Jeff-Koons-Aufgeblasen-und-richtig-teuer
Koons - Balloon Dog (Orange) 5 Versionen
1994-2000 (signed and dated 'Jeff Koons on the underside) , mirror-polished stainless steel with transparent color
coating, 307.3 x 363.2 x 114.3 cm, Blue, Magenta, Orange, Red, Yellow), 59 Mio $
Hund