Streit um Jeff-Koons-Riesenskulptur wird zum Politikum (Feb. 2018)
Das Werk, eine Hand mit bunten Blumen, ist ein Geschenk von Koons an die Stadt Paris in Gedenken
an die Opfer der Attentate in Frankreich. Die Skulptur aus Stahl und Bronze sei eine Geste der
Freundschaft zwischen dem amerikanischen und französischen Volk, verkündete Koons vergangenen
November in Paris. Die Kritiker bemängeln die Ästhetik des Kunstwerks ebenso wie den geplanten
Standort. Denn die Skulptur soll auf dem viel besuchten Vorplatz zwischen zwei Museen für moderne
und zeitgenössische Kunst im schicken 16. Arrondissement ihren Platz finden –einem Ort, der mit den
Pariser Anschlägen in keinem Zusammenhang stehe, wie die Gegner argumentieren.
Eigen-PR : Koons ist der teuerste zeitgenössische Künstler der Welt. Viele sehen in dem Geschenk
einen kommerziellen Coup, so wie der ehemalige Kulturminister Frederic Mitterrand. Koons sei das
Symbol einer industriellen, spektakulären und spekulativen Kunst geworden, sein Atelier und seine
Händler multinationale Luxus-Unternehmen, schrieb er in einer Kolumne. Denn die auf über drei
Millionen Euro geschätzten Herstellungskosten trägt nicht der Künstler, sondern französische und
amerikanische Sammler und Mäzene. Zu ihnen gehört auch Francois Pinault. Der steinreiche
Unternehmer und bedeutende Kunstsammler besitzt mehrere Museen und zahlreiche Werke von
Koons.
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