Gustav Klimt-info
Zitat: „Malen und zeichnen kann ich. Von mir gibt es kein Selbstporträt. Ich interessiere
mich nicht für die eigene Person - eher für andere Menschen, weibliche. [...] Ich male
Tag um Tag von morgens bis abends - Figurenbilder und Landschaften, seltener
Porträts. Schon wenn ich einen einfachen Brief schreiben soll, wird mir Angst und Bang
wie vor drohender Seekrankheit. Wer etwas über mich wissen will, soll meine Bilder
aufmerksam betrachten, daraus erkennen zu suchen, was ich bin und will.
Klimt-Museum Kammer Attersee, Klimt Villa Wien….. obwohl Wien zwar fleißig mit
Klimt und dem Fin de Siècle wirbt, existieret hier bis dato kein Denkmal zu seinen
Ehren -
Klimt Atelier Feldmühlgasse
Beltracchi. Klimt
https://www.klimtvilla.at
In dieser späteren Phase werden die Modelle weder
ästhetisierend wiedergegeben, noch einer idealen Stilisierung
unterworfen, wie in Zeiten der frühen Secession oder des
Goldenen Stils“.
Hat auf sexuelle Enthaltsamkeit freilich verzichtet. hatte zumindest
mit zwei seiner Porträtierten aus grossbürgerlichen Kreisen eine sexuelle
Beziehung, mit Adele Bloch-Bauer und mit Rose von Rosthorn-Friedmann.
Letztere wurde von Alma Mahler, ehemals in Klimt verliebt, giftig als «alte
Scharteke» bezeichnet: Klimt «nimmt, wo er findet». Manche Modelle sind
auch deswegen schwer identifizierbar, weil sie Klimt - zumindest in seiner
jüngeren Phase (Zeit der frühen Secession und des „Goldenen Stils“)
ästhetisierend wiedergab, bzw. einer idealen Stilisierung unterwarf. Unter
den Zeichnungen liegen die Namen der meisten Modelle deswegen im
Dunkel, weil sich Klimt bei ihrer Darstellung aus anonymen
zeitgenössischen Aktphotos anregen liess.
Heute, im Zeitalter des Neopuritanismus, der die künstlerische Darstellung
von Sexualit zunehmend Kriterien politischer Korrektheit unterwerfen
will, könnte sich die Kritik an Klimts Kunst noch einmal radikalisieren. Dann
würden wohl bald Stimmen laut, welche die Entfernung so mancher seiner
erotischen Bilder aus den Museen forderten.
Maria Ucicka Adele Bloch-Bauer??
Judith
Munk III
Bei den anderen Portraitierten dauerte die
Identifizierung entsprechend länger, etwa beim
"Damenbildnis" (1917/18) das erst in den
1980er Jahren als August Lederers Cousine Ria
Munk identifiziert wurde (Ria Munk I), oder
beim "Mädchen im Grünen", das um 2014 als
Maria Ucicka, Mutter des unehelichen Sohnes
Klimts, Gustav Ucicky, erkannt wurde. Als
unsicher gelten weiterhin die Zuschreibungen
der Judith I (Adele Bloch-Bauer) und der
unvollendeten Munk III (die Selbstmord beging
und anhand einer Alraune im oberen rechten
Bildwinkel identifiziert wurde.
Alraune
Munk I
Sammlung Klimt
Klimt-Italien
Nur drei Klimt-Gemälde finden sich in Italiens Museen die so unendlich
dekadente „Judith II“ im Ca' Pesaro in Venedig, die mächtigen Drei
Lebensalter der Frau“ in der Galleria d'Arte Moderna in Rom und das
vergleichsweise unscheinbare Mädchenporträt in Piacenza
https://austria-
forum.org/af/Wissenssammlungen/Klimt%20
Gedenkstätte/Anmerkungen_zu_Klimts_künstl
erischer_Entwicklung