Der Aufenthalt in Tunis war ein Wendepunkt in der
künstlerischen Arbeit von Paul Klee. War er bis jetzt eher
ein Zeichner und Grafiker gewesen, entdeckte er jetzt die
Farbe. Die Erfahrung der Landschaft Nordafrikas hatte ihn
zu einer radikal neuen Auffassung der Abstraktion
geführt. Seine neue Kühnheit in der Umformulierung von
Natureindrücken zeigt sich wohl am grossartigsten im
vorliegenden Aquarell, das zu seinen berühmtesten
Arbeiten überhaupt zählt.
Das Bild befand sich im Kunstmuseum Bern als es dort
1976 gestohlen wurde, und zwar nicht aus einer
Ausstellung, sondern aus dem Studienraum, wo Werke
der graphischen Sammlung auf Voranmeldung
eingesehen werden können. Seither galt es als
verschollen.
Erst nach 25 Jahren (2001) tauchte es in Basel über einen
deutschen Rechtsanwalt wieder auf und wurde
restituiert. Es hatte sich vermutlich als unverkäuflich
herausgestellt. Ob dabei Geld geflossen ist, wäre
herauszufinden. Jedenfalls wurde der Diebstahl nie
aufgeklärt. Das Gemälde ist wieder in Bern.
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Klee Ad Parnassum
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