La toile «Stockhornkette mit Thunersee» est l'objet d'un litige depuis 2001. L’œuvre a été vendue aux
enchères en 1935 par l'industriel juif Max Silberberg, car il se trouvait dans un situation financière difficile
à cause du régime nazi. Max Silberberg et son épouse sont morts dans le camp de concentration
d'Auschwitz en 1942. Simon Frick a acheté l’œuvre en 1985 dans une galerie à Berne. Ni le vendeur ni
Frick ne connaissaient l'histoire tragique de ses anciens propriétaires. En 2001, Gerta Silberberg, la belle-
fille de Max Silberberg, a pris contact avec Simon Frick pour éclaircir des questions de droit liées au
tableau.
Raubkunst? Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen, gehörte es dem jüdischen Industriellen
und Kunstförderer Max Silberberg in Breslau. Da die NSDAP ihn und seine Familie aus seiner Villa vertrieb
und in finanzielle Not stürzte, sah er sich gezwungen, die meisten Werke seiner Kunstsammlung zu
versteigern. Hodlers «Stockhornkette» kam am 24. März 1935 für 3800 Reichsmark, umgerechnet knapp
7000 Franken, unter den Hammer. Wer der Käufer war, ist bis heute unbekannt. Für die Berliner Autorin,
Historikerin und Provenienzforscherin Monika Tatzkow ist klar, dass das Bild unter Zwang versteigert
wurde. 1942 wurden Max Silberberg und seine Frau im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Von all
dem wusste Simon Frick nichts, als er die «Stockhornkette» 1985 bei der Galerie Kornfeld in Bern kaufte.
2001 allerdings meldete sich Gerta Silberberg, die Schwiegertochter des ermordeten Ehepaars, bei ihm,
um «vermögensrechtliche Fragen hinsichtlich des Hodler-Bildes» zu klären. Simon Frick konnte sich
allerdings nie dazu durchringen, auf die von ihr erwünschten Gespräche einzutreten. Simon Frick starb
2011 im Alter von 97 Jahren, seine Frau nur wenige Wochen nach ihm. Gerta Silberberg, die in Leicester in
England ein einfaches Leben führte, verschied 2013 mit 99 Jahren. Heute liegt es an den Erben, eine
Lösung zu finden. Bis dahin kann das Gemälde öffentlich nicht gezeigt werden
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