Ernst-Die Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen: André
Breton, Paul Éluard und dem Maler (La vierge corrigeant l’enfant
Jésus devant trois témoins: André Breton, Paul Éluard et le peintre)
Löst 1926 im Pariser Salon des Indépendants einen Skandal aus. In den rechts zu
Boden gefallenen Heiligenschein des Kindes hat der Maler seine Signatur gesetzt.
Max Ernst selbst legte Wert auf die Feststellung, es sei an dem Bild nichts weiter
Mysteriöses, denn er wurde gern als Christkind und Engel porträtiert, was ihn
dennoch vor gelegentlicher Strafe durch seine Mutter nicht schützte: „Obwohl ich
also das Jesuskind war, bin ich von meiner Mutter, die das Modell für die
Madonna abgab, versohlt worden. Der Grund für die Ablehnung durch klerikale
Kreise in Paris soll nach Max Ernsts Aussage nicht gewesen sein, dass das
Jesuskind geschlagen wurde, sondern dass sein Heiligenschein heruntergerollt
war. In Köln ließ der Erzbischof das Bild entfernen
ie Übereinstimmung zwischen der Linienführung im Bild und derjenigen in den
italienischen Vorlagen war so groß, daß die These als nachgewiesen gelten
kann und man die begründete Vermutung äußern darf, daß Max Ernst selbst
sein Gemälde mit Hilfe von durchgepausten Abbildungen der italienischen
Gemälde zusammengebaut hat.
https://museenkoeln.de/portal/bild-der-woche.aspx?bdw=1998_29