Dali-Gala am Fenster - info
Auf Anregung von Joan Miró schloss sich Dalí 1929 der Gruppe der Surrealisten in
Paris an und traf beispielsweise auf Hans Arp, André Breton, Max Ernst, Yves
Tanguy, René Magritte, Man Ray, Tristan Tzara sowie auf Paul Éluard und dessen
Frau, die russische Immigrantin Helena, genannt Gala. Dalí verliebte sich in Gala,
sie gab den Umwerbungen des zehn Jahre jüngeren Mannes nach und wurde
seine Lebensgefährtin, was zum Bruch mit Dalís Vater führte, da dieser keine
uneheliche Verbindung dulden wollte. Obgleich Dalí angab, vollkommen
impotent und sexuell unerfahren zu sein, war er sein Leben lang in lustbetonter
Abhängigkeit an Gala gefesselt. Dalís sexuelle Obsessionen spiegeln sich in seinen
Bildern wider wie beispielsweise in Die Anpassung der Begierden aus demselben
Jahr, das die Begierden in Form von Löwenköpfen zeigt. Das Paar heiratete nach
der Scheidung Gaias von Éluard im Jahr 1934, die kirchliche Trauung mit Dalí
wurde jedoch erst 1958, sechs Jahre nach Éluards Tod, vollzogen.
Gala wurde seine Muse, sie ersetzte ihm die Familie, organisierte seine
Ausstellungen und führte Verkaufsgespräche als seine Managerin. Sie gab seinem
Leben einen Richtungswechsel, holte den Narziss Salvador aus seinen Visionen
und vermittelte ihm die Realität. Dalí signierte eine Zeit lang seine Bilder mit
„Gaia Dalí“