Ecce Homo in der “Entartete Kunst” Austellung
(19. Juli-Nov 1937) Hofgartenarkaden
Ein erschütterndes Bild menschlicher
Ungerechtigkeit. Dreimal bezeugt Pilatus die
Unschuld des unrechtmässig Angeklagten und
lässt ihn dennoch foltern und hinrichten. Die
Gesichtszüge des Pilatus sind jene des Malers.
Was wollte der Freimaurer Lovis Corinth mit
dieser Selbstdarstellung ausdrücken? Etwa dass
jeder Mensch mit seiner persönlichen Schuld
dazu beiträgt einen Schuldlosen ans Kreuz zu
bringen?
Das Gemälde wurde vom NS-Regime in der
Hofgartenarkaden von München von 19. Juli-
November 1937 als „entartete Kunst“ diffamiert,
wie auf dem Foto gut erkennbar. Man fragt sich
warum.
Ecce Homo ist ein beliebtes Kunstmotiv,
angefangen von Schongauer über Bosch,
Tintoretto, Tizian, Rubens, u.a. bis hin zu Otto
Dix.
Ecce Homo