Liebe verzehrt mich zu mir; ich errege und leide die Flamme.
Was tun? Soll ich flehn? Mich anflehen lassen? Um was dann?
Was ich begehre, ist mein. Zum Darbenden macht mich der Reichtum.
(Ovid, Metamorphosen, 3,464–466)
Die Schlüsselstelle in den "Metamorphosen" des Ovid, als Narcissus sein
Spiegelbild im Wasser des locus amoenus, eines lieblichen Ortes, erkennt
und letztendlich an der unerfüllbaren Liebe zu sich selbst stirbt, wirkt bis
heute in der Kunst nach.
Narcissus, Michelangelo Merisi, detto il Caravaggio (1571–1610), Galleria
Nazionale d'Arte Antica, Roma.