Alles Klischees? Nicht ganz.
Fakt ist, dass sich zur Zeit P. Brueghels d. Ae. in Flandern die
Trägerschaft der handwerklichen Tradition der Künstler geändert hatte.
Anstatt Kirche und Adel waren die Auftraggeber das vermögende
Bürgertum. Dies spiegelte den neuen humanistischen Kunstbegriff
wider, der den Maler vom subjektiven Urteil eines Kenners abhängig
machte. Dieses geänderte Verhältnis zwischen Maler und Käufer,
beziehungsweise zwischen Künstler und Kenner, wurde von Brueghel
als Thema aufgegriffen. Gerade weil er einerseits den Idealen der
Kunst verbunden war, aber andererseits auf den Verkauf seiner Kunst
angewiesen war, und daher mit sich selbst oft im Widerspruch stand,
hinterfragte er humorvoll den Zusammenhang von Kunst und ihren
Käufern, und dokumentierte damit seine innere Zerissenheit. Eine
Kunstwelt die schon damals vom Geld bestimmt wurde, das dabei
lukriert wurde.
Da hat sich bis heute kaum geändert. Kunst dient mehr denn je als
Geldanlage, und so mancher Kunstbanause öffnet nur allzu willig
seinen Geldbeutel. Er ist noch praller gefüllt als damals. Die Summen
gehen in die Hunderte Millionen. Vergleichbar nur mit der
Wertschätzung von Fimstars oder Cracks gewisser Sportarten, wie
Fussball, Tennis, Autorennen und Golf ...
300 Mio
450 Mio
110 Mio 110 Mio
Maler/Käufer