Georges Braque 1882-1963
Maisons à l’Estaque 1908
Werk: geschaffen in L’Estaque bei Marseille. Es ist das Bild, das erstmals den Begriff der „cubes“
hervorrief. 3 Versionen (Bern, Lille, privat US). Anfang 1907 bereitete Picasso in vielen Studien und
Variationen das Gemälde Les Demoiselles d’Avignon vor, das er im Juli beendete. Am Ende des Jahres
besuchte Braque Picasso in seinem Atelier und sah das Bild, das ihn zugleich verwirrte und faszinierte.
In der Folge entwickelte sich zwischen den beiden Künstlern eine Freundschaft, sodass sie sich
zwischen September 1908 und Mai 1909 fast täglich sahen. Der gegenseitige Einfluss, der zum
Kubismus führen sollte, hatte begonnen.
Kritik: gilt als das Bild, das den Grundstein „kubistischen“ Denkens legte. 1908 reichte Braque neun
Bilder, darunter Häuser in L’Estaque, beim Salon d’Automne ein, die aber von der Jury, auch mit der
Stimme von Matisse, abgelehnt wurden. Der Kunstkritiker Louis Vauxcelles berichtete über ein
Gespräch mit Matisse: „Braque hat ein Bild eingereicht, das aus kleinen Kuben besteht […] Um sich
besser verständlich zu machen, nahm er [Matisse] ein Stück Papier und zeichnete in drei Sekunden zwei
aufsteigende, sich schneidende Linien, zwischen die kleine Würfel gesetzt werden, die das L’Estaque
von Braque darstellen sollten.” 1909 stellte Daniel-Henry Kahnweiler schließlich die Landschaften aus
L’Estaque sowie die ersten kubistischen Stillleben Braques mit Musikinstrumenten in seiner Galerie aus.
Link: andere refusierte, auch in Lille
Fazit: Kritik, Salon refuse (auch Matisse), Kahnweiler springt ein Braque-Maisons Estaque-Werk
Kunstmuseum Bern, Lille, privat US