Arnold Böcklin
1827 - 1901 (74)
Schweizer Maler (Basel), Zeichner, Grafiker und Bildhauer. Erlebt in Paris 1848 die Februar-revolution und den
Juniaufstand; Seine angespannte Finanzlage zwingt ihn 1857 nach Basel zurückzukehren. Ein Jahr später zieht
er nach München. Der erste große Erfolg kommt mit dem Werk »Pan im Schilf«, das vom bayerischen
Königshaus angekauft wird. Knüpft Beziehungen zum Mäzen und Kunstsammler Adolf Friedrich von Schack
(erwirbt 16 seiner Gemälde). Wird 1860 Professor an der Weimarer Kunstschule und freundet sich mit Franz
von Lenbach an. 1862 reist er nach Rom und Pompeji, wo er die antike Malerei studiert. Von 1871 bis 1874
arbeitet er in München, von 1874 bis 1883 in Florenz und Umgebung. Aus finanziellen Schwierigkeiten hilft
ihm der Berliner Kunsthändler Fritz Gurlitt, der Böcklins Werke regelmäßig ausstellt. 1889 kommt es zum
Bruch mit Gurlitt. Drei Jahre später erleidet Böcklin einen Schlaganfall; er zieht nach Florenz und 1895 nach
San Domenico bei Fiesole. Trotz Altersschwäche entstehen hier Werke wie »Der Krieg« und »Die Pest«. In
Florenz beigesetzt.
Neben Ferdinand Hodler, Max Klinger und Lovis Corinth ist Böcklin einer der Hauptvertreter des deutschen
Symbolismus, der mit der dominierenden akademischen Malerei und dem vorherrschenden Naturalismus der
zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts brach. Surrealisten wie Giorgio de Chirico, Salvador Dalí und Max Ernst
sahen in Böcklin einen ihrer Vorläufer und würdigten ihn als „genialen und ironischen Künstler“. Litt unter
Depressionen. Malte Toteninsel in Ischia.