Version I: Urversion, ausgeführt Mai 1880 im Auftrag für Böcklins Mäzen Alexander Günther
in seinem Atelier in Florenz, Oel auf Holz 110 x 156 cm (Kunstmuseum Basel).
Version II: Kleinere Fassung (Oel auf Holz 74 x 122 cm), enstanden Juni 1880 nach dem
Besuch der jung verwitweten Marie Berna, geb. Christ in Böcklins Florentiner Atelier im April
1880. Sie gab bei ihm ein "Bild zum Träumen" in Auftrag (Met. Museum of Art New York).
Version III: Auftragswerk 1883 für den Berliner Kunsthndler Fritz Gurlitt (Öl auf Holz,
80 ×150 cm). Dieser bezahlte ihm 8.000 Mark, und verkaufte es kurz darauf (Januar 1884)für
22.500 Mark an den Großkaufmann Cornelius Julius Schön weiter. Gurlitt, welcher dem Bild
den Titel „Die Toteninsel“ gegeben hatte, sah den Handel mit Werken Böcklins als äußerst
lukratives Geschäft und nutzte ihn hierbei auch aus. So verschwieg er gegenüber dem
kaufmännisch nicht sehr kundigen Künstler etwa, wer die Bilder kaufte und zu welchem Preis.
Er war vor allem daran interessiert, Böcklin die Bilder möglichst günstig
herzugeben. 1889 kam es daher schließlich zum Bruch Böcklins mit Gurlitt. Gelangte 1933 in
den Besitz von Adolf Hitler (privat am Obersalzberg, danach Reichskanzlei Berlin), und ist
heute im Bestand der Alten Nationalgalerie Berlin.
Version IV: 1884, auf Kupfer 81 x 151 cm, privater Käufer, Kriegsverlust
Version V: 1886 Oel auf Holz 81 x 150 cm Auftrag des Museums der bildenen Künste Leipzig.
Die Erstellung der beiden letzten Fassungen war gemäss eigener Aussage Böcklins finanziell
motiviert. Er nahm danach keine weiteren derartigen Aufträge an.
Böcklin - Die Toteninsel