Henri Matisse –La Danseuse créole
Künstlerische Schaffenskraft trotz Krankheit bis ans Lebensende
Matisse schuf diesen Scherenschnitt als Schwerkranker mithilfe von
Assistenten, die ihm Papierbögen mit monochromen Guachefarben
malten und mit einer Schere überreichten. Ausgeschnitten und plaziert
hat er die Stücke selbst. Er nannte dies treffend « mit der Schere
zeichnen ». Drei Monate lang war er bettlägerig und entwickelte eine
neue Kunstform mit Papier und Schere.
Für Kunst-aficionados die gerne katalogisieren: das Werk gehört in die
Schublade abtrakter Expressionismus. Man erkennt die Tänzerin als halb
Vogel, halb Pflanze welche den von Matisse für das Spektakel , Musik
und den Tanz und spricht damit unser tief verwurzeltes, ursprüngliches
menschliches Verlangen nach Verbundenheit, Bewegung, Rhythmus
und Musik an.
Eine in Nizza gekaufte Kopie hängt in der Küche der Galerie Yvon in
Bernex.
Es zeigt dass Leiden und Krankheiten künstlerisches Schaffen nicht
unterbinden.
Matisse im Bett