Schiele Krumau
Derain Estaque
Monet Seerosen
René Magrittes "Le Château des Pyrénées" zeigt einen großen Felsen, der über einem
aufgewühlten Meer schwebt, mit einem kleinen Schloss darauf. Das Gemälde ist der Inbegriff
surrealistischer Kunst. Es fordert den Betrachter heraus, die Realität zu hinterfragen und das
Reich der Phantasie zu erforschen. Dies offenbart auch sein Titel, der die französische Redensart
"châteaux en Espagne» nachempfindet, ähnliche der deutschen Redensart »Böhmische Dörfer».
Das Gemälde wurde 1985 dem The Israel Museum in Jerusalem geschenkt. Anlass war der 20
Geburtstag des Gebäudes The Shrine of the Book (1965), das mit den Schriftrollen vom Toten
Meer die ältesten biblischen Manuskripte der Welt beherbergt. Andere Kunstwerke kamen
dazu, wie Monets Seerosen, Derains Estaque und Schieles Krumau. Inzwischen realisierte eine
österr. Künstlergruppe eine surreale, acht Meter hohe, aber „nur“ 700 Kilogramm schwere
Hommage an Magritte in der Wiener Jesuitenkirche.
Meine Beziehungen zu Israelischen Wissenschaftern führten zu mehreren Besuchen. Mit
meinem biblischen Rippchen war ich 1977 am Weizmann Institut (Elektronendichtemessungen)
mit einem Abstecher nach Eilat, Masada, Neviot & Dahab am Roten Meer. Sinai war seit dem 6-
Tage Krieg (1967) israelisch und kam erst 1979 zurück an Ägypten. Ein anderes Mal (1984) war
ich in Eilat, diesmal ohne Rippchen, und besuchte David & Chawa Shaltiel in Jerusalem. Im
muslimischen Viertel zeigte mir ihre Tochter Liora die Sicht von den Dächern auf die Altstadt. Ein
bisschen wie von Magrittes Felsen herab. Heute (2025) schwer möglich.
Le «Château des Pyrénées» verstört, aber nicht wie ein spanisches (oder böhmisches) Dorf.
*) Proceedings of the International Symposium on the Properties and Applications of Metal Hydrides IV 1984
Jerusalem/Eilat
Jesuitenkirche
Wien
1977