Arles
2024
Auf dem Weg nach Collioure machten wir in Arles Halt*). Wir kannten weder das
Café wo Vincent van Goghs sein Gemälde Terrace de café le soir schuf, noch Frank
Gehrys Rutschbahn im LUMA Gebäude von Maja Hoffmann**). Den Malort von van
Goghs Gemälde fanden wir unschwer. Das unsignierte Bild ist im Bestand des
Kröller-Müller Museums und insofern interessant, als der Künstler zwar
Sternenhimmel oft als Hintergrund abbildete, in diesem Gemälde aber mit einer
derartigen Präzision vorging, daß Astronomen aus der Konstellation der Sterne das
Entstehungsdatum des Gemäldes errechnen konnten. Angeblich.
Es war der 16/17 September 1888. Das Café und seine Umgebung haben sich seit
van Goghs Zeiten kaum geändert, was vermutlich am touristischen Interesse der
Stadtväter liegt. Die runden Tische und die Markise sind jedenfalls genau so so wie
zu Zeiten van Goghs, und das Café macht gute Geschäfte.
Maja Hoffmanns interdisziplinäre Kulturzentrum LUMA ausserhalb des
Stadtzentrums fanden wir ebenfalls, und eine abschliessende Abfahrt auf Gehrys
Rutschbahn durfte nicht fehlen. Balthazar & Solal rutschten einige Wochen nach
uns. Fehlen nur noch Sami und Max als Söhne eines Roche Angestellten.
Wieder ein Beispiel von Mäzenatentum, diesmal für Kunst und Natur.
*) Hotel de l’Amphitheatre 1 Sept. 2024
**) Maja Hoffmann aus der Familie des ehemaligen Pharmaunternehmens Hoffmann-La Roche, nicht zu
verwechseln mit dem Chemiker und LSD Erfinder Albert Hofmann.
LUMA
Tati
Balthazar & Solal