Gesichert ist dass Böcklin die beiden ersten Versionen fast
zeitgleich im Alter von 52 Jahren in seinem Florentiner
Atelier malte, und für beide Auftraggeber hatte. Gesichert
ist auch die Abfolge der Arbeiten. Die Urversion wurde
vor der zweiten Version begonnen. Ob Böcklin erstere
vollständig beendet hatte als er letztere begann, ist
hingegen unsicher. Auftraggeber war die jung verwitwete
Frankfurterin Marie Berna (der nachmaligen Grfin von
Oriola), welche Böcklin im April 1880 in seinem
Florentiner Atelier besuchte. Als sie seinen Entwurf sah,
gab sie ihm den Auftrag ein "Bild zum Träumen" zu malen
(es befindet sich heute im Metropolitan Museum of Art).
Über den Anlass gehen die Meinungen auseinander.
Manche glauben Böcklin hätte die Anregung zum
Gemälde erst bei seiner Kur in Ischia 1880 erhalten, als er
dort das Castello Aragonese sah. Dies ist
unwahrscheinlich, denn er begann seine Kur erst nach
dem Beginn seiner Arbeit an der ersten. Wahrscheinlicher
ist, dass er die Anregung bei seinem Besuch auf Ischia im
Jahr davor (1879) erhielt. Dies würde auch im Einklang
mit der Aussage seines Schülers Friedrich Albert Schmidt
stehen, Böcklin hätte ihm gesagt der Anblick der Festung
habe ihn zum Bild motiviert.
Castello Aragonese
“Toteninsel” Ischia