Neapel
2022
Auf der Heimreise von Ischia sahen wir im Museo Archeologico
Nazionale von Neapel allerlei Fresken die nach der Eruption des Vesuvs
im Jahre 79 in Pompeji freigelegt wurden.
Das poetischte darunter ist wohl jenes das Sappho genannt wird, und
angeblich die griechische aristokratische, lesbische und begnadete
Dichterin darstellt.
Das Fresko wurde um das Jahr 50 geschaffen und erinnert an die
späteren Mumienportraits von Fayum, gemalt (um das Jahr 100 in der
Enkaustik-Technik. Bemerkenswert dabei ist dass alle Gesichter gut
erkennbar sind, ein Novum für die damalige Teit. Vom künstlerischen
Standpunkt her könnte man es als gute Fügung ansehen, dass Pompeji
so rasch verschüttet wurde sodass die Portraits erhalten blieben.
Mehr Schlüpfrigem begegneten wir im Gabinetto Secredo des
Museums, sodass wir aus Zeitmangel den geplanten Besuch der Judith
von Caravaggio/Finson im Palazzo Zevallos auf später verschieben
mussten.
Vor dem Thema Gewalt und Erotik hat sich die Kunst nie gedrückt.
Judith
Fayum Gabinetto Secredo