Munchs „Frauenbildern“ ist ein eigener
Beitrag gewidmet. Die „Madonnen“
erklärt er selbst: Entstanden in den
1890er-Jahren, teils als Gemälde, teils
als Lithografien stellen keine
Jungfrauen dar, sondern das
Gegenteil, die Frau während des
Liebesakts: Im Moment der Hingabe
erreicht sie die Schönheit einer
Madonna, wie Munch es formulierte.
Das Munch-Museum stellt einen
Originaltext ins Netz, von Munch in
verschiedenen Farben und
Blockschrift notiert: Die Madonna
befinde sich in einer der „Pausen,
wenn die ganze Welt ihren Fortgang
stoppt“. Der Rahmen des Bildes ist mit
Spermien und Föten geziert –
einsehbar übrigens auch auf der
Homepage der Wiener Albertina zur
kommenden Ausstellung „Munch und
die Folgen“ (Februar 2022).
https://www.diepresse.com/5986351/von
-der-heiligen-und-der-unheiligen-
madonna