Camargue
2017
Betrug bzw. schwindeln ist so alt wie die Menschheit und war schon immer ein
dankbares Thema für Künstler. Im Gemälde Le tricheur von Georges de la Tour wird
ein reicher Spieler (der mit der Feder am Hut und den Goldmünzen vor ihm) offenbar
über den Tisch gezogen*).
Mit dieser Feder bemüht der Künstler möglicherweise ein bekanntes Wortspiel. Auf
französich heisst eine Feder "une plume", und wenn jemand bedackelt wird, heisst
es: «il se fait plumer», oder auf gut Deutsch, er wird "gerupft".
Wenn das kein feiner Humor ist.....
Welcher Art die Feder des “Gerupften” ist, mag nebensächlich sein, aber im
Ornitologiepark von Pont de Gau wird darauf hingewiesen dass für die unschöne
Sitte sich damit zu schmücken, Vögel ihr Leben lassen müssen.
Brigitte steht ohne diese Absicht gerade vor einer Schar von Flamingos.
Kunstverständnis setzt manchmal der Erkennen von Details und einen gewissen Sinn
für Humor voraus. Auch beim Kunstkauf werden manchmal Klienten gerupft.
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